Arthrosetherapie

Infiltrieren oder operieren?

Hier geht es um den Erhalt des eigenen Gelenks mit allen möglichen, modernen Methoden, angefangen von Infiltrationen mit Hyaluronsäure bis zum operativen Eingriff.

 

Ich erkläre Ihnen gerne in einem ausführlichen Gespräch, welche Behandlungsmöglichkeiten für Ihren Knorpel zur Verfügung stehen.



Hyaluronsäure

Mit zunehmenden Alter sinkt die Produktion von Nährstoffen für den Knorpel. Die Behandlung des Gelenks mit Hyaluronsäure mittels direkter Injektion verbessert die Knorpelsubstanz und die Gleitfähigkeit.

Folgende Gelenke werden von mir behandelt:

  • Knie
  • Hüfte
  • Schulter
  • Sprunggelenk

Eine "Knorpelkur" kann je nach Grad der Abnutzung einmalig oder mit mehreren Injektionen durchgeführt werden. Sie sollte je nach Ansprechen in einem regelmäßigen Intervall wiederholt werden. Je nach Art der Beschwerden und Grad der Abnutzung verwende ich unterschiedlich zusammengesetzte Hyaluronsäuren, die den Bedürfnissen ihres Gelenks entsprechen!

(c) TRB, Haemo, Fidia


Folgende Möglichkeiten der Knorpeltherapie stehen zur Verfügung:

  •  "Klassischer" Knorpelaufbau:

Es wird im wöchentlichen Abstand, insgesamt 5x, ein Hyaluronsäure Präparat in das Gelenk verabreicht. Hier erreichen Sie durch die langandauernde Verteilung die höchste Effektivität. Die Therapie hält das Gelenk ca. 9-12 Monate geschmeidig und kann jederzeit bedenkenlos wiederholt werden. Präparate sind z.B. "Hyalgan" oder "Ostenil".

  • "Spezial"- Knorpelaufbau:

Verabreichung 1x im Monat, für 3 Monate im Jahr. Gedacht für sportliche Patienten, die eine rasche Unterstützung für den Knorpel und Schmierung des Gelenks bei hoher Beanspruchung benötigen. Sportler schwören darauf. Hochviskös, damit der Effekt wie bei der klassischen Therapie anhält. Präparate sind z.B. "Ostenil Plus" oder "HyalOne". Auch für Spritzenphobiker und Patienten von weiter weg.

  • "Akut"- Knorpeltherapie:

Verabreichung 1x im Monat, bis zu 3 Monate im Jahr. Akute und rasche Besserung der Beschwerden durch Beimengung eines entzündungslindernden Medikaments. Quervernetztes Hyaluron mit guten knorpelanregenden Eigenschaften. Für akute Reizzustände des Knorpels. Kann auch mit der "Spezial"- oder "klassischen" Therapie kombiniert werden. Das Präparat nennt sich "Cingal".

Eigenblut mit angereicherten Wachstumsfaktoren

"PRP" (platelet rich plasma) oder "ACP" (auto log conditioned plasma) wird aus Ihrer Vene entnommen und in das betroffene Gelenk oder in den Muskel bzw. die Sehne gespritzt. Vorteile der Anwendung:

  • Konzentration von Wachstumsfaktoren
  • Körpereigene Regenerationskräfte werden aktiviert
  • keine Nebenwirkungen
  • sicheres Verfahren durch Spezialspritze
  • Beschleunigung der Heilung von Muskelverletzugen
  • Verringerung der Beschwerden bei Arthrose

Je nach Grad der Arthrose bzw. der Art der Verletzung sind 1-3 Anwendungen notwendig.

Klicken Sie hier für mehr Informationen.

(c) by Arthrex


Anbohrung & Ersatz des Knorpels

Microfracturing

An Knorpeldefekten im Knie wird der beiliegende Knochen mit einer Ahle angebohrt. Durch das Einsprossen von Blutgefäßen und Einströmen von Wachstumsfaktoren kommt es zur Bildung von Ersatzknorpel. In der Literatur wird diese Methode - richtig angewandt - mit einer bis zu 80%-igen Erfolgsquote beschrieben. Idealerweise werden angereicherte Wachstumsfaktoren (siehe oben) beigemengt.


Mosaikplastik ("OATS")

Hier wird Knorpel aus Zonen außerhalb der Belastungszone entnommen und an die Stelle des Knorpeldefekts als Zylinder re-implantiert. 

Dies eignet sich z.B. bei jüngeren Patienten bei "Osteochondrosis Dissecans" am Knie und am Sprunggelenk.

Eine entsprechende Nachbehandlung mit Entlastung und Physiotherapie (wie auch bei der Anbahnung) ist notwendig.

Knorpeltransplantat

Größere Knorpeldefekte können mit einem Knorpeltransplantat gedeckt werden. Dazu wird an einer gesunden Stelle der Knorpel entnommen, 6-8 Wochen kultiviert um danach in einer 2. Operation an die erkrankte Stelle implantiert zu werden. 

Die Indikation ist sehr eingeschränkt (junge Patienten, kein Begleitschaden, kein Knochendefekt). 

Suchhier können Wachstumsfaktoren die Einheilung beschleunigen.

(c) Hirslanden Klinik